Beschreibung dieses Teils:
Auswechselbarer Ph3-Phasenkontrastring (Blende) einschließlich Haltering für Phasenkontrast-Kondensoren von Zeiss West Germany zur Arbeit mit Fluoreszenz-Polarisation.
Auswechselbare Blenden (sowohl für Phasenkontrast als auch für Dunkelfeld) für Phasenkontrast-Kondensoren ermöglichen die individuelle Konfiguration des Kondensors. Dadurch kann er genau die Beobachtungstechniken und genau die Mikroskopobjektive unterstützen, die benötigt werden.
Hinweis: Durch den Einbau der hier angebotenen Fluoreszenz-Polarisationsblende kann ein Kondensor, der derzeit über klassische Phasenkontrast-Blenden verfügt, um diese einzigartige Funktion erweitert werden. Nachfolgend befindet sich eine ausführliche Beschreibung der Möglichkeiten, die diese Technik bietet.
Grundlegende Parameter dieser Phasenkontrast-Blende:
Hersteller: Carl Zeiss (Oberkochen, West Germany)
Kennzeichnung am Kondensor: „3“. Beim Zeiss-Kondensor P/N 46 52 78 ist diese Position blau gekennzeichnet.
Für Mikroskopobjektive: Um im Phasenkontrast-Modus arbeiten zu können, müssen Mikroskopobjektive mit der Kennzeichnung „Ph3“ verwendet werden, also Objektive mit Vergrößerungen von 40x bis 100x.
Material des Trägers: Glas in einer Metallfassung mit Kragen
Material des Rings: Polarisationsfolie
Außendurchmesser des Halterings: 28 mm
Höhe des Halterings: 6 mm
Hinweis: Dieses Element (Phasenkontrastring / Phasenkontrast-Blende) ist kein Teil für ein bestimmtes Mikroskopmodell. Es handelt sich um ein Element zur Erweiterung oder Reparatur eines Mikroskop-Phasenkontrast-Kondensors. Es ist kein Element zur Erweiterung oder Reparatur eines bestimmten Kondensormodells. Viele Kondensormodelle von Carl Zeiss verfügen über eine passende Aufnahme, in die dieser Phasenkontrastring eingesetzt werden kann.
Beim Carl Zeiss Kondensor P/N 46 52 78 sind die Phasenringe in den Positionen 2 und 3 keine gewöhnlichen Öffnungen in einer geschwärzten Blende, sondern Öffnungen in einer Polarisationsfolie. Die Polarisationsrichtung dieser Ringe verläuft in N-S-Richtung, sodass der direkte Lichtstrahl, der das Phasenkontrastbild erzeugt, linear polarisiert ist. Und da er polarisiert ist, kann seine Intensität mit einem zweiten Polarisator stufenlos geregelt werden – ganz ohne Mechanik, Blenden oder Verschlüsse.
Dieser zweite Polarisator kann aus zwei beliebigen drehbaren Polarisationsfiltern bestehen. Im Original von Zeiss ist dies der Lichtregler Carl Zeiss P/N 47 72 20 mit zwei unabhängig voneinander drehbaren Polarisatoren unter dem Kondensor. Dadurch kann der Phasenkontrast eingeschaltet und gleichzeitig die Beleuchtungsintensität auf ein sicheres Niveau reduziert werden.
- wenn der Polarisator parallel zur N-S-Achse des Rings eingestellt ist – volle Transmission, maximaler Phasenkontrast-Lichtstrahl, Phasenkontrastbild mit voller Intensität;
- wenn der Polarisator gekreuzt (E-W) eingestellt ist – der Ring „erlischt“, die Phasenplatte des Mikroskopobjektivs erhält keinen direkten Lichtstrahl mehr, das Phasenkontrastbild verschwindet;
- wenn der Polarisator auf Zwischenstellungen eingestellt ist – stufenlose Dosierung des Anteils des Phasenkontrastbildes.
Wenn als Lichtquelle eine Fluoreszenzlampe (oder selbstverständlich eine LED-FL-Lichtquelle) verwendet wird, genügt das Drehen des Polarisators unter dem Kondensor (zusammen mit dem Herausnehmen des Anregungsfilters), um vom Fluoreszenzbild zum normalen Phasenkontrastbild zu wechseln. Bei gekreuztem Polarisator und eingesetztem Anregungsfilter ist der Phasenring ausgelöscht und es ist reine Fluoreszenz sichtbar; beim Drehen des Polarisators nimmt der Phasenkontrast allmählich zu und überlagert das Fluoreszenzbild. Der zweite Polarisator in der Einheit P/N 47 72 20 dient zusätzlich zur Dämpfung der gesamten Beleuchtungsintensität (zum Schutz des Präparats oder zur Kontrolle der Belichtung des Präparats mit Fluoreszenzlicht).
Und nun eine interessante Information von der Website Ultraphot-shop https://www.mikroskopteile.de/(http://www.the-ultraphot-shop.org.uk/bicolor.htm), © Spike Walker 2007:
Da der Ring ein linearer N-S-Polarisator ist, kann damit ein farbiger Phasenkontrast erzeugt werden: Wird ein zweifarbiger Polarisationsfilter (Typ Cokin) zwischen den Polarisator des Mikroskops und den Kondensorring eingesetzt, nimmt das Präparat die Farbe des Beleuchtungsrings vor dem Hintergrund der Farbe des übrigen Scheibenbereichs an – beispielsweise ein orangefarbenes Objekt auf grünem Hintergrund bei Verwendung eines Rot-Grün-Filters.
Dieser spezielle Phasenkontrastring wurde aus einem Phasenkontrast-Kondensor für Fluoreszenz entnommen – einer älteren Version des Zeiss-Kondensors P/N 46 52 78. Bevor Sie sich entscheiden, ihn in Ihren Kondensor einzusetzen, vergleichen Sie bitte sorgfältig die Form seines Gehäuses sowie die Abmessungen des Halterings.
Auf dem letzten Foto der Galerie ist die Scheibe eines Zeiss-Phasenkontrast-Kondensors zu sehen. Mit einem Pfeil ist genau der hier angebotene Phasenkontrastring markiert, bereits eingebaut.
Wofür wird dieses Teil benötigt?
- wenn diese Fluoreszenz-Polarisations-Ph3-Blende in Ihrem Zeiss-Phasenkontrast-Kondensor beschädigt wurde
- wenn Sie einen Zeiss-Phasenkontrast-Kondensor mit einem Satz klassischer Phasenkontrast-Blenden (Phasenkontrastringe) besitzen und ihn um die Phasenkontrast-Technik bei Fluoreszenzbeleuchtung erweitern möchten
- wenn Sie diese Ph3-Phasenkontrast-Blende für ein eigenes DIY-Projekt verwenden möchten, beispielsweise um ein Zeiss-Ph2-Mikroskopobjektiv an einem anderen Mikroskop zu nutzen